11 Februar 2009

one night in Bangkok

Meine erste Dienstreise dieses Jahr fuehrt mich nach Bangkok und Manila. Als Begleitung unserer Rednerin auf ihrer "lecture tour" reise ich heute mal nach Thailand. Der Flug ist easy und angenehm, Singapore Airlines hat einfach super Service und zwei Stunden Flugzeit ist auch kein Problem. Der Flughafen in Bangkok ist sauber, neu und ordentlich. Keine Spur von den Besetzern, die im Dezember das halbe Land lahm gelegt haben. Pass gestempelt, Gepaeck eingesammelt, Geld gewechselt und gleich mal ne Sim-Karte geshoppt damit ich mich auch melden kann, falls ich verloren gehe ;)

Unsere tollen Partner in Bangkok haben alles fuer uns (mich eingeschlossen) organisiert und so werde ich von einem Wagen der schwedischen Botschaft direkt vom Flughafen abgeholt. Der Fahrer wartet schon mit einem Schild auf mich und bringt mich dann sicher ueber den super ausgebauten Expressway zu SENSA. Dort angekommen kann ich mich erstmal auf den neuesten Stand bringen und die weiteren Termine koordinieren. Nach einem Gespraech mit der Kommunikationsberaterin geht es zu UNEP und von dort aus weiter zu TEI. Und das alles mit eigenem Fahrer :)

Die Stadt kommt mir sehr modern und gut organisiert vor, allerdings ist das natuerlich kein repraesentativer Eindruck, weil ich ja nicht viel gesehen habe. Lesen kann ich auch nix, diese verschnoerkelte Schrift sieht zwar ganz schoen aus, aber ist mir natuerlich voellig unverstaendlich. Auf der Strasse nur "richtige" Autos, Busse und viele Mofas. Vereinzelt gibt es auch Tuktuks. Insgesamt wirkt der Verkehr sehr zivilisiert auf mich. Ueber der Stadt haengt eine Smogwolke, aber noch kann man die Sonne sehen. Am Koenigspalast campen ein paar Demonstranten.

Am spaeten Nachmittag geht es weiter zu AIT, der Campus liegt gut 40km noerdlich vom Zentrum. Dort wird der Vortrag stattfinden und ich habe noch ein Treffen mit den Organisatoren. Die Uni liegt mitten im Gruenen, es gibt einen Golfplatz und einen Swimming Pool. Zum eigenen Konferenz-Zentrum gehoert auch ein Gaestehaus, wo ein Zimmer reserviert ist. Mein Abendspaziergang fuehrt mich ueber den Campus, ueberall zwitschern und zirpen Voegel und es ist wirkt alles super friedlich. Die Uni feiert dieses Jahr ihr 50. Jubilaeum und man kann an einigen Gebaeuden gut erkennen, aus welcher Zeit sie stammen. Im hauseigenen Restaurant gibt es noch ein Abendessen und dann warte ich mal, wie es morgen so wird....

07 Februar 2009

Multitasking und Stress-Resistenz

Meine Woche:

Montag - letzte Vorbereitungen fuer den grossen Auflauf. Am naechsten Tag kommen unsere Steering Comittee Leute aus allen moeglichen Teilen der Welt angeflogen, plus ein professioneller Trainer. Hotel gebucht, alle Ankunfts- und Abreisezeiten bekannt, Sonderwuensche beruecksichtigt, Catering bestellt, Dokumente vorbereitet, Termine geplant. Wird aber dann doch etwas spaeter. Die Taxiquittung fuer den Nachhauseweg zeigt 22.12 Uhr. Der erste 16 Stunden-Tag ist geschafft.

Dienstag - Viel frueher als sonst beginnt der Tag fuer mich. Weil um halb neun bereits Treffpunkt zur Abfahrt am Hotel ist, muss ich schon um acht Uhr los. Zum Glueck sind alle puenktlich und somit kommt "mein" taffer Zeitplan nicht zu sehr durcheinander. Alle da, dann kanns losgehen und wir reihen uns in den morgendlichen Verkehr ein. Im Buero angekommen, heisst es erstmal alle Kollegen einsammeln, bevor wir starten koennen. Die erste Session ist kurz, um halb zwoelf heisst es Mittagspause, denn die eigentliche Mittagspause verbringen wir an der LKY School of Public Policy, wo eins unserer Steering Committee Member mal eben eine kleine Praesentation vor gut 40 Leuten gibt. Danach werden alle wieder in den Bus verfrachtet und es geht zurueck zum Training. Die zweite Session geht etwas laenger und wir haben am Ende noch knappe 15 Minuten Leerlauf bevor es dann zum Abendessen geht. Also ab in den Bus und auf nach Holland Ville, wo uns ein wunderbares libanesisches Dinner erwartet. Nach dem ersten intensiven Tag sind die Gespraeche und Diskussionen lebhaft und angeregt und wir lassen den Abend bei Turkish Coffee und Sweets noch etwas ausklingen bevor es fuer die einen zurueck ins Hotel und fuer mich nach Hause geht.

Mittwoch - Gleiches Spiel wie gestern, halb neun Abfahrt am Hotel. Ein paar Nachzuegler sind inzwischen auch angekommen und so fuellen sich langsam aber sicher die Plaetze. Heute besteht der Fahrer allerdings auf "seinem" Weg und glaubt mir nicht, dass ich mich auskenne. So frueh morgens habe ich noch keine Lust mich gross herumzustreiten und ausserdem versteht der gute Mann auch besser chinesisch als englisch und so stehen wir halt ein bisschen laenger im Stau. Na gut. Der Tag geht gut los, was sich aendert, als ich einen dringenden Anruf bekomme: Fuer die naechste Woche sind verschiedene Veranstaltungen geplant, unter anderem in Kota Kinabalu und es gibt Terminschwierigkeiten mit dem Minister. Mittagessen, Kaffeepause, etc. Jede freie Minute renne ich an meinen Schreibtisch um die wichtigsten Sachen fuer die anstehende Tour zu erledigen. Dadurch verpasse ich leider die Haelfte des Trainings, aber am Ende ist alles geklaert und der Minister hoffentlich happy. Zum Abendessen schaffen wir es heute nur mit Verspaetung. Macht aber nix, das sind Italiener ja eigentlich gewohnt. Als ich meine Truppe ins Hotel bringe freuen sich alle schon, dass es morgen erst eine halbe Stunde spaeter losgeht!

Donnerstag - Noch mehr Leute sind dazugestossen, heute heisst es Steering Committee Meeting, Diskussion ueber die anstehenden Aktivitaeten sowie Strategie fuer die naechsten Jahre steht auf der Tagesordnung. Erst haben wir aber noch ein Gespraech mit einer Wissenschaftlerin am Energy Studies Institute. Interessante Fakten ueber Singapore und eine lebhafte Frage- und Antwortsession. Aber wir haben ja noch mehr vor und muessen moeglichst puenktlich enden, weil der Konferenzraum dann gleich fuer die naechste Veranstaltung am Nachmittag umgebaut werden muss: Ein oeffentlicher Vortrag zu dem wir eingeladen haben und zu dem die Leute auch fleissig kommen. Nach dem Vortrag gibt es noch einen Empfang und ich will mir grade das wohlverdiente Glaeschen Wein schmecken lassen, als es gleich wieder was zu tun gibt. Unser DED will sich noch mit der Rednerin treffen, jemand braucht ein Taxi, jemand anders eine Telefonnummer, ein dritter will noch mehr Infos haben und so springe ich weiter von einem zum anderen. Es ist halb acht bis alle sich verabschiedet haben und ein Berg Arbeit wartet auf meinem Schreibtisch auf mich. Egal. Wir beschliessen, heute mal keine Nachtschicht einzulegen und stattdessen mit einer Kollegin Geburtstag zu feiern. In der Bar gibts einen Fluegel und jeder darf mal ran, solange wir die einzigen Gaeste sind. Die Cocktails schmecken auch und am Ende des Abends komme ich einigermassen entspannt nach Hause und freue mich schon aufs Wochenende.

Freitag - Fast alle sind wieder abgereist, nur ein Meeting gibts noch und natuerlich jede Menge aufzuarbeiten. Naechste Woche reist unsere Rednerin noch in 4 weitere Laender um einen Vortrag zu halten und leider sind die Planungen mit den Partnern vor Ort noch nicht so weit wie sie idealerweise sein sollten. Ich darf mit nach Bangkok und Manila, was gleichzeitig heisst, dass ich mich zusaetzlich um meinen Flug, Hotel, Visum, etc. kuemmern muss und auch noch Termine planen. So verbringe ich den Tag damit moeglichst alles noch vor dem Wochenende zu organisieren (was mir halbwegs gut gelingt) und mich dann auf ein entspanntes Wochenende zu freuen!

zwischen den jahren

zurück aus dem heimaturlaub hat mich erstmal die übliche winter-erkältung erwischt. auch wenn das in den tropischen temperaturen eigentlich überhaupt keinen sinn macht. allerdings hat der 8-stündige stopover auf dem zugigen pekinger flughafen auch keinen sinn gemacht. die erste woche war also geprägt von schniefen und husten und dem versuch sich auszukurieren, während man gleichzeitig versucht den nötigen schwung in die tägliche arbeit zu stecken.
weil aber in singapore chinesisches neujahr gross gefeiert wird und das für den grossteil der bevölkerung hier der wichtigste anlass im gesamten jahr ist, ging es mit der motivation eher schleppend voran - obwohl es sogar vom büro einen "roten umschlag" mit etwas extra-kohle gab ;)
dann hatte ich ja auch noch einen sehnlich erwarteten neuankömmling zu begrüßen und mit der neuen heimat vertraut zu machen und so ging es am wochenende erstmal los um die umgebung zu erkunden. fahrradtour auf pulau ubin, sonntag-nachmittag auf sentosa und ein ultimativer zoo-besuch gehörten dabei natürlich unbedingt mit dazu.
für CNY ging es dann ein bisschen weiter weg und raus aus der stadt: das ölreiche sultanat brunei auf der insel borneo hiess uns für ein langes wochenende willkommen und wir machten erste regenwald-erfahrungen, fuhren mit allen möglichen booten durch mangroven, flüsse und meere, und liessen uns die schönsten ecken und interessantesten plätze des kleinen landes zeigen.
nach diesem kleinen ausflug war es dann endlich zeit sich richtig in die arbeit zu stürzen und das büro wurde definitiv zur zweiten heimat.

17 Dezember 2008

"Adventszeit" in den Tropen

Zurueck aus Polen hat uns im Buero irgendwie alle die "post-event-pre-xmas"-Depression eingeholt und es ist ziemlich die Luft raus. Wie gut, dass es bis zum offiziellen Ende des Arbeitsjahrs nur noch ein paar Tage sind! Immerhin haben wir es noch geschafft, ein internes Planungsmeeting hinter uns zu bringen. Stattgefunden hat das ganze im Swiss Club in Bukit Timah, einer Gegend in der lauter Villen und fette Haeuser stehen. Entsprechend "posh" ist auch der Swiss Club, mit Pool, Tennisplaetzen, Clubhaus, Plastik-Kuehen vor der Tuer, etc. Ich persoenlich fand den Kicker und die Speisekarte am besten: Wienerschnitzel und Kaesespaetzle - das findet man hier nicht ueberall! :) Ausserdem gabs sowas aehnliches wie Plaetzchen, auch lecker. Warum die Schweizer hier ihren eigenen Countryclub (komplett mit Schule) brauchen, ist mir allerdings nicht ganz klar. Aber was solls, war halt mal was anderes ;)

Abgesehen von der Weihnachtsdeko, die einem ueberall entgegen leuchtet, haelt sich die weihnachtliche Stimmung allerdings sehr in Grenzen. Das Klima ist einfach das falsche, auch wenn es inzwischen aufgrund der Regenzeit gar nicht mal mehr soo heiss ist - laue 25 Grad ;) Da sind die Muetzen, Schals und Handschuhe natuerlich besser in Deutschland aufgehoben, genauso wie die vorweihnachtliche Stimmung...

Bevor es in den Heimaturlaub geht, steht noch ein bisschen Arbeit an, ein paar Geschenke besorgen und gaanz viel Vorfreude auf Weihnachten und Silvester in Muenchen - wer haette gedacht, dass es doch sowas wie Heimweh gibt!

05 Dezember 2008

hin und her beim COP 14

Der Tag heute ist ganz schoen zerrissen und vor lauter Meetings vor und zurueck ist man leider selten ganz bei der Sache. Fruehmorgens gehts los, diesmal mit Rauhreif auf den Baeumen und dickem Nebel, fast sieht man die Strasse nicht. Riesenschlange an der Registrierung, man merkt, dass mehr und mehr Leute fuer die zweite Woche anreisen. Ich will zu einem Side-Event zu REDD, weil das ein Thema fuer unseren naechsten Roundtable ist. Leider ist der Raum so voll, das man nur gequetscht stehen kann und ausserdem sind die Praesentationen zu Case Studies in Suedamerika und Afrika - nicht meine Baustelle.

Also such ich mir einen anderen Event aus dem Programm und lande schliesslich mal wieder im EU Pavillion bei Climate Crunch. Hier sind die NGO-Vertreter und Aktivisten aus dem globalen Sueden und machen teilweise sehr deutlich ihrem Frust ueber die Industriestaaten und ihre leeren Versprechungen, die meist auch noch von Eigennutz gepraegt sind, deutlich. Geworben wird intensiv fuer eine globale oeffentliche Kampagne um in Kopenhagen naechstes Jahr einen sozial gerechten Deal zu erzielen. Der Kampf gegen den Klimawandel sei mehr und mehr ein Thema fuer die Entwicklungszusammenarbeit und nicht mehr auf den Umweltschutz beschraenkt. Gleichzeitig wird immer mehr Geld vom Entwicklungshilfe-Budget abgezogen und fuer Klimawandel-Massnahmen eingesetzt. Die (berechtigte) Kritik lautet: Wenn die Wallstreet ueber Nacht mit Milliarden-Paketen gerettet werden kann, wieso soll es dann nicht möglich sein, das gleiche im Kampf gegen den Klimawandel und die Rettung der Erde zu tun? Gute Frage. Naechste Frage. Soviel Idealismus ist sicherlich bewundernswert, allerdings darf man auch an der Umsetzbarkeit von solch radikalen Ideen in einem globalen Forum wie der UNFCCC zweifeln.

Zum Mittagessen sind wir mit dem Rektor der AMU verabredet. Zunaechst duerfen wir einen Blick in die wunderschöne Aula der Uni werfen und kurz auch den Veranstaltungssaal sehen. Dort wird eifrig geprobt, denn naechste Woche wird Al Gore hier erwartet um die Ehrendoktorwuerde verliehen zu bekommen. Das Mittagessen ist reichlich und endlich haben wir auch mal die Gelegenheit, typisch polnische Küche zu probieren. Dann geht es im trüben Regenwetter wieder zurueck zum Konferenzzentrum und dort zum naechsten Side-Event. Ich entscheide mich fuer eine Praesentation der DG Research, leider kann ich nicht bis zum Ende bleiben, da wir schon wieder zum naechsten Meeting verabredet sind. Vor lauter hin und her Gelaufe bleibt einfach keine Zeit, sich einem Thema wirklich zu widmen, das ist schon ein bisschen schade. Aber muss wohl so sein. Heute abend gibt es noch eine Podiumsdiskussion im Rahmen des IGES-Special-Events Day, meine Kollegin spricht zu "Civil Society Activities to tackle Climate Change" und ich habe keine Lust, noch mehr hin und her zu laufen und bleibe deshalb auch da, bevor es spaeter dann in die "Stadt" geht um den wohl verdienten Feierabend zu geniessen.

04 Dezember 2008

Mittendrin beim COP14

Und dann ist auch schon wieder alles vorbei. Zumindest fuer mich, zumindest was den offiziellen Part angeht. Der side-event ging gut über die Bühne, alle waren zufrieden und die Speaker waren grossartig, um nicht zu sagen brilliant. Von dem üblichen Stress, der mit der Organisation einer solchen Veranstaltung verbunden ist mal abgesehen, war es also ein voller Erfolg! Fast 100 Teilnehmer, super Praesentationen und eine interessante Diskussion, was will man mehr.

Und jetzt sind wir noch 2 Tage hier und können den Zirkus hier relativ entspannt mitmachen. Nachmittags gings erstmal zur Plenarsitzung. Und die ist richtig gross. Is ja auch UN hier, und nicht nur EU oder EU-Asien. Hier sind eben alle dabei. Der Vertreter von Algerien wirbt fuer einen gemeinsamen Vorschlag der AU, Neuseeland und Kanada hoffen auf erfolgreiche Verhandlungen und Nigeria mahnt an, dass Afrika bei der Vergabe von CDM-Projekten auch berücksichtigt werden müsse, dabei gleichzeitig aber Unterstützung beim Capacity-Building braucht. Mit Abkürzungen wird dabei nur um sich geworfen und für einen Neuling wie mich ist es manchmal gar nicht so einfach der Diskussion zu folgen. Es geht um die Überprüfung des Kyoto-Protokolls, spezifisch des Artikels 9, der sich mit einer Post-2012 Lösung beschäftigt. Wir sind ja noch am Anfang der COP 14 und so ist es wohl verständlich, dass die Vertreter der Unterzeichnerstaaten erstmal ihre Standpunkte darlegen, bevor es in die Diskussion geht. Die Verhandlungen werden allerdings sehr genau beobachtet und von den Vertretern der diversen Zivilgesellschaften hier kritisch beäugt. Also mal sehen, wer heute "Fossil of the Day" wird....

Poznan, UNFCCC, COP14

Polen empfaengt uns nach 20-stuendiger Reise kalt, aber freundlich. Studentenabholservice vom Flughafen, stundenlange Fahrt ueber die wohl mit EU-Strukturfonds finanzierte, frisch geteerte Autobahn ueber brettelflaches Land bis zum Gaestehaus der AMU, ein altehrwuerdiges, dabei umfassend renoviertes Herrenhaus. Der Empfang ist herzlich, die Zimmer nett, nur die Zeit zum Ausruhen bleibt knapp. Nach einer knappen Stunde geht es wieder ins Auto und zurueck nach Poznan, Termin zur Lagebesprechung mit unseren Consultants. Die Rueckfahrt zieht sich hin, frueh wird es hier dunkel, das hatte ich zwar nicht vergessen, aber ungewohnt ist es allemal, nach 3 Monate in den Tropen. Und kalt. Aber das hatte ich ja schon erwaehnt ;)

Zum Termin kommen wir fast eine Stunde zu spaet, der Feierabendverkehr und die doch sehr lange Strecke haben ihr Uebriges dazu getan, aber dann ist es endlich geschafft und wir betreten nach Fotosession an der Registrierung die Messehallen und treffen unsere japanisch-schweizerischen Experten am Eingang. Durch ein Gewirr von Etagen, Treppen, Ecken und Hallen gelangen wir schliesslich ins RINGO-Buero und schon auf dem Weg dorthin wird klar, dass es doch noch einige last-minute Aenderungen fuer unseren Side-Event am naechsten Tag gibt. Ein Speaker ist kurzfristig abgereist, der Chair und ein Panelist kommen nicht aus Bangkok weg, und das Catering ist auch noch nicht bestaetigt. Und mit dem Raum ist der Chefwissenschaftler auch nicht zufrieden, aber da kann man nun wenig tun. Erstmal gucken gehen, und so schlimm finden wir es gar nicht. Im EU-Pavilion, schoen gruen und lila, das ist doch schon mal was.

Ersatz fuer den Chairman ist schliesslich auch gefunden, nur die Praesentation muessen wir wohl ausfallen lassen und das Panel muss mit 3 statt 4 Speakern auskommen. Der Verlust ist zu verkraften. Bleibt zu hoffen, dass alles glatt geht. Im EU Pavilion ist es warm und die Sessel sind gemuetlich, ausserdem gibt es W-Lan, dafuer kann ich mich natuerlich immer begeistern. Und so gibts erstmal ne Emailsession bevore es auf die Suche nach unseren vorausgeschickten Paketen geht. Aber auch die sind schnell gefunden und dann kommen auch schon die Nachzuegler, und im eiskalten und stockdunklen polnischen Abend geht es dann um die Ecke zum Abendessen, Pizza steht auf dem Speiseplan. Irgendwie ist aber hier abends ein bisschen der Hund begraben, oder vielleicht sind wir auch einfach in der falschen Ecke, auf alle Faelle ist um Acht, als wir das Lokal verlassen, so gut wie niemand mehr unterwegs.

So machen wir uns also auf den langen Heimweg und sind nach der doch etwas anstrengenden Reise dermassen erschoepft, dass unser Fahrer eine schlafende Fracht durch die Nacht kutschiert und schliesslich sicher im Gaestehaus abliefert. Morgen gehts frueh raus, damit wir auch rechtzeitig am Messegelaende sind und vom Tag moeglichst viel mitkriegen!